Gewissheit, Offenheit und Zweifel im Erkennen — Anthroposophie und Skepsis

In der Wochenschrift Das Goetheanum ist ein Artikel von Wolf-Ulrich Klünker zur Frage von Anthroposophie und Skepsis erschienen. Ich kann ihn nur empfehlen, wenn man sich aus der Falle der Subjekt/Objekt Spaltung gegenwärtiger Diskurse erlösen möchte…Dazu gibt es passend zum Thema Lochkamerafotos von Ramona Rehn und entsprechende Erläuterungen.

Ramona Rehn, ‹Der untere Himmel›, Lochbildkamerafotografien, 2019

Man kann auf der Webseite der Wochenschrift, die ich im Übrigen ästhetisch für sehr gelungen halte und für moderner als die Papierausgabe, immer drei Artikel kostenlos lesen.

https://dasgoetheanum.com/gewissheit-offenheit-und-zweifel-im-erkennen-anthroposophie-und-skepsis/

Ein Neuanfang?

Screenshot: Ich-Entwicklung über die Schwellen von Geburt und Tod hinaus! White Board aus dem Zoom-Seminar mit Zeichnung W. U. Klünker – am Rand die Bildschirme der Teilnehmenden (Zum Schutz nur ein Ausschnitt)

DELOS Seminar 7.8. November 2020 mit Wolf-Ulrich Klünker und Ramona Rehn

Ein Zoom-Seminar über 2 Tage, ca. 40 Teilnehmer, – die Ankündigung eines Neuanfangs. „Vom Inhalt zur Wirksamkeit“. Wie kann das gehen? Begriffe wie ‚Peinlichkeit, ‚Sentimentalität‘. Es ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, nur die inhaltliche Seite der Veranstaltung zu referieren, noch schwieriger die Lebensseite zu beschreiben. Wie kann man in einem Text den Ich-Spannungsraum zu fassen bekommen, der sich zwischen der eigenen Denkhöhe/Erkenntnisgrenze und dem Bereich meines Lebens, in dem ich existentiell an der Grenze bin, ‚arm‘ bin, aufspannt? Im Zoom-Seminar wurde dieser Schwellenbereich gewissermaßen inhaltlich miterzeugt, so dass die Teilnehmenden mit ihrer eigenen Grenzsituation anwesend sein konnten. So konnte das Seminar im Verlauf immer mehr zu einer Art ‚Selbsthilfegruppe‘ werden, aber eine Selbsthilfe auf Geistselbstniveau. Peinlichkeit und Peinigung gehören zu einem solchen Spannungsraum. Ebenso Sentimentalität, als ein Empfinden, das nicht an die Wirklichkeit gebunden ist, über sie hinausgehen kann, im Unterschied zur Empfindung des Tieres.

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