Vermenschlichung der Substanz

Vermenschlichung der Substanz

Das Projekt ‚Mistelform – sensible Prozesse‘

Seminareindrücke  aus der Delos Forschungsstelle für Psychologie

Im Dezember 2016 fand das erste Seminar zu ‚Mistelprozessen im 21. Jahrhundert‘ in Eichwalde statt.  Am 25. und 26.März 2017 fand nun das zweite Seminar zum Thema statt. Menschenkundliche Hintergründe, Fortgang der Prozess- und Produktentwicklung bei der Firma Sonett für die Produktreihe ‚Mistelform-Sensible Prozesse‘, und erkenntnistheoretische Grundlagen zu Substanzfragen und Sinnesfragen wurden gemeinsam erarbeitet.  Wolf-Ulrich Klünker schilderte  welches Motiv er für diese gemeinsame Arbeit sieht. Das 20. Jahrhundert sei das Jahrhundert der Psychologie und der Erforschung des Unbewussten gewesen. Für das 21. Jahrhundert sieht  er einen Abschluss dieser Phase und einen Übergang zur Erforschung einer Substanzentwicklung vom Menschen her. Die Vermenschlichung des Geistes sei zu transformieren in eine Vermenschlichung der Substanz. Die Naturentwicklung sei bis zum Ich gegangen, jetzt gehe die Naturentwicklung vom Ich aus, bzw. von der Ich-Entwicklung. Die Entwicklung der Produktreihe ‚Mistelform – Sensible Prozesse‘ repräsentiert und realisiert diesen Übergang. (Genaueres findet sich in dem Aufsatz von Gerhard Heidt in der ‚Anthroposophie‘ Ostern 2017 und im Interview mit Wolf-Ulrich Klünker in Info 3 Februar 2017). Man könnte den Übergang so charakterisieren, dass in Zukunft neben der bisherigen Form der Mistelpflanze eine neue Mistel- Form gebildet werde. Eine Form, die ganz auf die menschliche Entwicklung angewiesen ist und dadurch mit ihr verbunden ist. Die menschliche Entwicklung sei wiederum im Weiteren auf eine solche von ihr angelegte Natur angewiesen. Monika Elbert wies in ihrem Beitrag darauf hin, dass immer wieder im Gang der Menschheitsentwicklung  zurückgehaltene und aufbewahrte Entwicklungssubstanz im Späteren entwicklungsfördernd gewirkt hat. Auch das Verhältnis zwischen geisteswissenschaftlicher und menschenkundlicher Arbeit einerseits (wie sie in der Delos-Forschungsstelle für Psychologie seit vielen Jahren intensiv betrieben wird) und der Produktentwicklung, Herstellung und Verkauf, (wie sie die Firma Sonett erfolgreich betreibt) wurde im Seminar befragt. Man wird sich wechselseitig beeinflussen und verändern, auch dies wurde im Seminar in  den Beiträgen von Beate Oberdorfer (zur Produktion der Substanz), Andreas Pook ( zur Ästhetik der maschinellen Produktion)  und Gerhard Heidt( zum Sozialprozess)  deutlich.  Eine solche sensible Verbindung und Veränderung erscheint aber notwendig, wenn es zu einer neuen menschlichen Substanzentwicklung kommen soll.  Als erstes Produkt dieser Arbeit ist ein Mistelform-Öl in der Entwicklung. Erste Erfahrungen von Therapeuten wurden berichtet. Mehr und aktuell  auf der Seite http://www.sonett.eu/mistelform.

Roland Wiese, Horstedt

Veröffentlicht in Wochenschrift DAS GOETHEANUM Nr.18 · 28. April 2017

 

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