
Heute war ich vom Hospizverein in Rotenburg eingeladen eine Einheit für den neuen Ausbildungkurs zu gestalten. In diesem wunderschönen Raum haben wir 3 Stunden miteinander gearbeitet. Das Thema war Sterbebegleitung in der Familie und in der Einrichtung – was gibt es da zu beachten? Wie fühlen sich die Angehörigen, wie die Mitarbeiterinnen in den Einrichtungen, wenn die Begleiterinnen vom Hospizverein kommen? Und wie kann man sich selbst in diesen Milieus bewegen. Man kann da jetzt viel herumpsychologisieren über Familiensysteme und Institutionen, aber wesentlich erscheint mir der Fokus darauf, dass die ganze Situation zur Sphäre des oder der Sterbenden gehört. Die Tatsache des Sterbens, der Prozess des Sterbens eines bestimmten Menschen ist ein individueller. Er wird nicht bewusst bestimmt und gestaltet, sondern ereignet sich nach dem Leben und der Lebenssituation. Ähnlich ist es ja auch bei der Geburt. Man kann viel planen und sich vorstellen, aber die Geburt eines Menschen ist sein ganz eigenes Geschehen in diese ganz bestimmte Weltsituation hinein. So ist auch das Sterben ein Gehen aus dieser ganz bestimmten Weltsituation heraus. Es ist die Herausgehsítuation dieses Menschen. Und die Sterbebegleitung ist als beteiligte Unbeteiligte ein Freiheitsmoment in dieser Situation. Diese neue und unbekannte Möglichkeit in allem alten Leben ist kostbar und wertvoll für alle beteiligt Beteiligten!
Vielen Dank an alle, die heute beteiligt waren!

Horstedt, Roland Wiese, 30.11.2023




