Märchen und Krieg

 

Ich möchte mein Portrait von Peter Handke, dass ich anlässlich der Verleihung des Nobelpreises an ihn, hier noch einmal veröffentlicht habe, ergänzen. Anlass ist die Resonanz eines jungen Bekannten, der, selbst aus dem Kosovo stammend, mich damit konfrontiert hat, wie diese Verleihung auf die Menschen gewirkt hat, die noch immer unter den Folgen des damaligen Bürgerkrieges/Krieges leiden. Es zeigt sich in der heftigen Auseinandersetzung etwas, das, wenn es nicht nur als Gegeneinander stehenbleibt, sondern tiefer befragt wird, vielleicht zum gegenseitigen Verständnis beitragen kann.

Am 7.12. 2019 jährt sich zum 40. Mal der Todestag von Nicolas Born. Als ich das Portrait Peter Handkes schrieb, hatte ich eine intensive Beforschung beider Schriftsteller und ihres geistigen und menschlichen Umkreises unternommen. Beide waren Freunde, Peter Handke saß am Sterbebett Nicolas Borns. Beide waren aber in ihrem Schreiben und Leben vollständig gegensätzlich. Ich habe den Eindruck, dass eigentlich nur beide zusammen das repräsentieren können, was als ein gewisses Entwicklungsergebnis des 20. Jahrhunderts angesehen werden kann. Es geht dabei um zwei Verwandlungen, zwei sehr unterschiedliche Verwandlungen. Wie in meinem Portrait Handkes schon erwähnt, arbeitet Peter Handke bis heute daran ein Wirklichkeitsverhältnis zu verwandeln, das im 20. Jahrhundert immer mehr im Gegenüber von Subjekt und Objekt besteht. Die Wirklichkeit, die Handke erschreibt, gibt es nicht, genauso wenig wie die dualistische Wirklichkeit des allgemeinen Erlebens. Sie wird erst geschaffen durch Erleben und Schreiben, Schreiben und Erleben. Es ist eine märchenhafte Wirklichkeitsschicht, die der Schriftsteller erschafft, und die im Leser durch die Sprache neu erlebt werden kann, und die das Erleben des Lesers durch die Sprache für diese Schicht sensibilisieren kann. Diese Wirklichkeitsschicht setzt eine Verwandlung voraus, die die Abbildwirklichkeit, also den Schein des Realen durchschaut hat. Die neue Wirklichkeit ist imaginativ und hängt von den Menschen ab, die sie immer wieder neu schaffen. Aus der Sicht der ‚Realisten‘ muss diese Wirklichkeit oberflächlich wie eine Poetisierung und damit wie eine Verunwirklichung erscheinen. Eine Welt der Adjektive, die die Wirklichkeit verschönert. Tatsächlich fehlt dieser imaginativen märchenhaften Wirklichkeitsform eine andere Seite. Diese Seite hat exemplarisch Nicolas Born repräsentiert. Die märchenhafte Form Peter Handkes wirkt befreiend in das gefesselt Sein und gebunden Sein alltäglichen Wahrnehmens und Erlebens. Es schafft eine Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der Verstorbenen. Diese Verbindung ist die Grundlage für die Aufhebung der alltäglichen Bewusstseinsform. Aber ich habe in meinen Untersuchungen den Eindruck gewonnen, dieser neuen Wirklichkeit fehlt etwas. Und ich habe bei Nicolas Born einen Ansatz gefunden diesen Teil der Wirklichkeit zu (er)finden und sich ihm auszusetzen.
Krieg und Märchen vertragen sich nicht. Die Existentialität dieser Situation ist meist kein guter Ausgangspunkt für eine epiphanische Wirklichkeitsschicht. Nicolas Born hat das gewusst und hat sich mit seinem Buch ‚Die Fälschung‘ dieser Existentialität gestellt und versucht in den Tiefen eine existentiellen Wirklichkeit eine ähnliche erlösende und lösende Bewegung zu (er)finden, wie sie Peter Handke für die mehr ätherische Erlebensschicht versucht. Ich spreche hier von einer Wirklichkeitsschicht des Schicksals, wie sie in den griechischen Tragödien immer wieder thematisiert wurde. Die Verwandlung, die diese Tiefenschicht von ihren Protagonisten, und damit auch von ihren Autoren fordert, ist eine andere, als die Verwandlung, die für die imaginative Wirklichkeit notwendig ist (Diese hat Peter Handke explizit in seinem Buch ‚Langsame Heimkehr‘ beschrieben). ‚Die Fälschung‘ thematisiert die Verwandlung eines Journalisten/Kriegsberichterstatters, der aus Deutschland nach Beirut fliegt, wo ein lang andauernder Krieg aller gegen alle stattfindet. ‚Die Fälschung‘ bezieht sich dabei auf alle Existenzebenen dieses Menschen – seine aktuelle des Berichtensollens, aber auch sein eigenes Leben in Deutschland, das in einer gewissen Erstickung und Selbstentfremdung angekommen ist. Es geschieht ihm, was auch Peter Handke mit seinem Versuch der Reise, geschehen ist, er wird Teil des schicksalhaften Geschehens vor Ort. Dieses Motiv, sich leibhaftig einzulassen auf die Geschehnisse, ohne aber sich dadurch von den Geschehnissen oberflächlich mitnehmen zu lassen, ist auch ein Motiv, das Nicolas Born auch in seinem Leben gelebt hat. Die Radikalität dieses Einlassens und gleichzeitig das Durchdringen des Erlebens, das sich dann vollzieht, führt in eine andere Form der Wirklichkeit. Es ist eine mehr leiblich-seelische Form, die von ihm durchdrungen wird. Theologisch könnte man von ‚Kreuzigung‘ sprechen, und von Sterben und Tod. Borns Versuch (und er endet mit seinem Tod nicht) ist in gleicher Weise radikal, wie der Handkes, betritt aber ein andere Gebiet. Und wäre deshalb eher geeignet gewesen der Wirklichkeit des Krieges im sich auflösenden Jugoslawien gerecht zu werden. Peter Handke ist dort gescheitert. Die Dichotomie zwischen seinem Erleben und dem Erleben der Journalisten und dem Erleben der Menschen dort vor Ort als existentiell Betroffene war nicht aufzulösen mit seiner ‚Methode‘. Die aktuelle Auseinandersetzung um ihn zeigt, dass weder die Wunden der dort lebenden Menschen geschlossen sind noch Peter Handke es leisten kann eine solche existentielle Situation zu heilen, noch die Wirklichkeitsbeschreibungen der Berichterstatter dieser Situation gerecht geworden sind. Die Wunde ist offen!
Roland Wiese 27.10.2019

Auszüge aus einem Essay von mir:

Die Frage, die sich Nicolas Born in dieser Erweiterung des radikalen subjektiven Wahrheitsansatzes in die Welt hinein stellt ist, ob sich mit der eigenen Ich-Präsenz auch die scheinbar objektive Konstruktion von Politik und Geschichte in individuelles Leben aufheben läßt. Erst damit wäre ja eine menschliche Wirklichkeit wieder hergestellt. Ein Dabeisein in dem ich auch ein Dasein habe. Der erste Schritt ist aber erst einmal die sich angeblich so objektiv vollziehende (unmenschliche) Weltgeschichte grundsätzlich in Frage zu stellen. Dafür ist es notwendig ihre Herstellung aufzudecken. ‚Die Fälschung‘ hat also nicht umsonst einen Produzenten dieser Weltgeschichte, den Journalisten als Kriegsberichterstatter als zentrale Figur. Er ist der Lieferant: „Die ganzen Weltereignisse geschahen eigentlich erst hier. Wo nichts explodierte, keine Arterie. Eine Weltgeschichte wurde hier gemacht, eine unaufwendiges Machen, eine Unsichtbarkeit.“(299) So charakterisiert Born die Zeitungszentrale in Hamburg. Die Fälschung besteht nicht in der falschen Berichterstattung, sondern schon in der Illusion, es würde über etwas Geschehenes lediglich berichtet, der Leser bekäme also einen Bericht über ein wirkliches Geschehen, dass sich in Beirut sich vollzogen hat. Die Fälschung als Roman unterminiert in einer ersten Schicht diesen Wirklichkeitsansatz, indem sie mit ihrem radikalen Versuch eine persönliche Wahrheit wieder herzustellen, auch unter den Bedingungen des Geschehens in Beirut, den einzelnen Menschen in dieser Situation um diese Wahrheit ringend zeigt. Es geht also Born nicht darum, ein anderes, richtigeres inhaltliches Bild des Krieges zu liefern, es geht darum die grundsätzliche Unmöglichkeit eines solchen richtigen Bildes zu zeigen. Die Berichterstattung ist nicht inhaltlich falsch, sondern schon in der Sache Teil der Wirklichkeitsherstellung. Die Wirklichkeit muß erst zu einer Realität zugerichtet werden, damit dann über sie entsprechend berichtet werden kann. Das verstellt dann die wahren, immer individuellen Zugänge zu dieser Wirklichkeit. Es versetzt das Individuum stattdessen in die Ohnmacht. Ein Zustand, der auch das Leben in der friedlichen Bundesrepublik ausmacht. Der berichtete Krieg und der erstarrte Frieden hier gehören zusammen. Die Berichterstattung über den fernen Krieg hat so auch eine direkte Funktion in die Verfassung der Leser im eigenen Land hinein. Die Pseudo-Objektivität der Berichterstattung schaltet den einzelnen Menschen in seinen Möglichkeiten aus. Er ist scheinbar überall dabei, aber eigentlich gar nicht mehr da. Nicolas Born untersucht die Voraussetzungen solche individuellen Zugänge zur Welt wieder zu bekommen (oder sich des eigenen Drinsteckens in der Welt wieder bewusst zu werden). Ein erster Schritt in diese Richtung scheint vorauszusetzen, dass man die ‚fertigen‘ allgemeinen Vorstellungen über die Wirklichkeit in sich bemerkt. Ich kann mich zu allem mit Meinungen äußern. Ich kann über alles Meinungen haben, ohne dass es mich etwas kostet, und ohne dass es etwas bewirkt. Das Schreiben wiederum soll nicht Abbild der Wirklichkeit sein, sondern überhaupt erst wieder eine mir gemäße Wirklichkeit herstellen. Das Schreiben ist kein Beschreiben als reiner reflektiver Bewusstseinsmodus, sondern ein Schreiben als Willensmodus. Erst im individuellen Schreiben kommt die Wirklichkeit zu sich selbst, und komme ich zu einer Wirklichkeit, die mich mit einschließt. Der Gedanke einer An-sich-Wirklichkeit, die sich da draußen vollzieht, und die ich abmalen kann, ist für Born schon an sich falsch. Diese der ‚Fälschung‘ zu Grunde liegende Anschauungsweise ist natürlich widerständig, und widerspricht unserem ganzen gewohnheitsmäßigen Umgang mit der Welt.
Es ist also nicht damit getan nur die ‚Produktion der Weltgeschichte‘ zu demaskieren und anzuklagen, der Produzent selbst muss seine eigene Verkrüppelung und Bewusstseinsverharschung bemerken. Diese sind einerseits Folge des Lebens als Kriegsberichterstatter, andererseits sind sie auch Ursache, dass er dieses Leben führt. Der Lärm des Krieges verdeckt ihm die eigene ‚kreative Leblosigkeit‘. Die eigene Leblosigkeit urständet aber in dem Gefühl, dass eigentlich alles Tun vergeblich ist, und dieses Vergeblichkeitsgefühl hängt damit zusammen, dass das eigene problematische Verhältnis zum Tod in alle Gefühle und Intentionen lähmend hineinwirkt. Der Lebenswille selbst ist geschwächt. Der Existentialismus eines Albert Camus hatte die Forderung aufgestellt, der Mensch müsse dieses Absurde seiner Existenz annehmen, erst dadurch käme er zu einer Anwesenheit bei sich selbst. Für Nicolas Born und seinen Helden reicht diese Annahme alleine nicht mehr aus. Born will durchbrechen durch diese Absurdität in eine neue Wahrheit, er nennt es die wiedergefundene Wahrheit, die er im Schreiben gewonnen hat. Er will den „Durchbruch zum wahren Schmerz, zum wirklichen Sehen, zur Wahrheit und Wirklichkeit selber.“(259)
Es ist ein sehr komplizierter Versuchsaufbau, mit dem Nicolas Born ‚Die Fälschung‘ aufheben will. Er nimmt als Dreh- und Angelpunkt einen Kriegsberichterstatter als Hauptperson. Der Leser identifiziert sich durch die subjektive Erzählperspektive mit dem Journalisten. Er sieht nicht mehr die angebliche objektive Welt des Krieges, sondern er sieht das Sehen des Journalisten. Dieser Journalist verweigert die übliche Sehweise seiner Branche, und gibt preis, was die Produktion dieser Fälschungen für Auswirkungen auf ihn selbst hat. Der Leser kann prüfen, ob sich diese Wirkungen nicht auch in der eigenen Bewusstseinsverfassung finden, da er ja der Konsument der so produzierten Weltgeschichte ist. Es geht dabei um die Gefühlswirkungen dieser Produktion. Der Journalist entdeckt, dass es in ihm die Fähigkeit gibt mit Hilfe eines anderen Schreibens wieder zu der eigenen Gefühlswahrheit durchzudringen (um den Preis des Durchganges durch den eigenen Schmerz). Der Journalist wird dadurch zum Schriftsteller. Der Journalist, der sich im Schriftsteller Born gespiegelt hat, spiegelt sich jetzt in sich selbst. Er lebt jetzt in der Doppelexistenz Journalist/Schriftsteller. Der Leser kann das Ringen des Helden mit vollziehen, weil es in allen alltäglichen Lebensvollzügen dargestellt wird. Dieser Selbsterkenntnisprozess des (kläglichen) Helden ist zwar individuell, aber gleichzeitig scheint er etwas allgemein Menschliches dieser Zeit zu berühren. Indem die Welt der Tatsachen und scheinbar objektiv sich vollziehende Geschichte zugunsten des Selbsterkenntnis und Selbstentwicklungsprozesses des Helden zurücktritt, wird das Subjekt der Geschichte zum Identifikationspunkt. Es ist der Ich-Prozess selbst, der in die Mitte des Geschehens gerückt wird, und der so diesen archimedischen Punkt der Weltverwandlung auch im Leser ansprechen kann. Die Utopie eines solchen Vorgehens liegt darin, dass hier nicht das Paradies als Ergebnis das Ziel ist, mit dem der Leser gelockt wird, sondern der schmerzhafte menschliche Ich-Prozess, der aber als Entwicklungsprozess selbst die eigene Individualität erst hervorbringt. Das Angebot Nicolas Borns besteht nicht in einem Happy End, sondern in einem Dabeisein und Dasein. Damit aber wird die Subjektivität des Bewusstseins in ein individuelles Sein überführt. Damit kommt der Mensch, der sich auf diesen Prozess einlässt in der Wirklichkeit seines Schicksals an, das in diesem individuellen Sein wirkt und das dieses individuelle Sein ist.

Tod und Schmerz
„Es war jetzt fast Winter. Ich hatte gerade einen Freund sterben sehen und freute mich neu des eigenen Daseins. Er, der sich sah als den „ersten Menschen, der den Schmerz erlebte“, hatte doch bis zum letzten Moment den Tod wegwollen; und ich war dankbar für jedes Ding und setzte fest“ Freude und Ausnützen der Tage der Gesundheit.“ (Peter Handke, Die Lehre der Sainte-Victoire S.107)
„Nicolas Born Roman handelt von Menschen, an deren Beispiel sich die Vernichtung der Geschichte in einem doppelten Sinne vollzieht. Sie sind keineswegs die Herren der Geschichte, nicht einmal die Herren ihrer Geschichte. Sie leben in einem Zwischenzustand, in dem sie weder zusammenbleiben noch auseinandergehen können. Die Unsicherheit ihrer Erfahrungen und Gefühle treibt sie in eine Art privaten Untergang, dem sie selbst als ihre einzigen Zeugen zusehen. Jeder von ihnen versucht, sich auf irgendeine Weise zu retten.“ (Aus dem Klappentext des Romans, Die erdabgewandte Seite der Geschichte von Nicolas Born 1976)
„Auch das ganz andere Schreiben gelingt Laschen einmal – im Artikel über den Fall von Damur – tatsächlich; Voraussetzung ist zum einen, dass ihm ein Zusammensein mit Ariane ‚Kraft‘ gegeben hat, zum anderen, dass er in Damur tatsächlich gesehen hat, „wie ein Mensch in einem Augenblick lebte und im nächsten getötet wurde, tot war“. Während er bei der Erschießung selbst versagt – es gelingt ihm nicht „einem Mann, der einen anderen töten wollte, überzeugend in den Arm zu fallen.-, wird nachträglich ein Gefühl für den Sterbenden möglich; im Schreiben geschieht der „Durchbruch zum wahren Schmerz, zum wirklichen Sehen, zur Wahrheit und Wirklichkeit selber.“(Anja Saupe, über „Die Fälschung“ Roman von Nicolas Born, in „Die erdabgewandte Seite der Geschichte, die Prosa von Nicolas Born, eine Dissertation von 1996)
„Dieses Geschriebene, sich noch immer weiter Schreibende war etwas gänzlich anderes. Es war alles das Erlebte, so als sei Laschen auf einmal und zum ersten Mal an ein Ereignis, wie von einem Engel herangeführt worden. Es war das Erlebte, allerdings in einem anderen Raum, in anderer Geschwindigkeit. Alles war seine Erinnerung, jede Einzelheit stimmt, aber er konnte sich nicht erinnern, es so auch in Damur erlebt zu haben. Diese Wahrheit, ein Gefühl und dann eine Gewissheit, erregte ihn. Der Text blieb in Bewegung auch nach wiederholtem Lesen. Die Schrift war beinahe zu einer wiederholten Demutsbewegung geworden, unter dem Gewicht dieser, wie Laschen meinte, wiedergefundenen Wahrheit.“ (Nicolas Born, Die Fälschung S. 219)
„Er spürte genau, dass es nicht die Zeit war, die sich zuspitzte, auch nicht die Ereignisse, vielleicht war es seine Erfahrung, vielleicht spitzte sein Leben sich zu und er läge tot mitten in den Ereignissen, unbedeutend tot wie die Leiche eines anderen. Aber das war es nicht. Vielmehr glaubte er an einen Durchbruch zum wahren Schmerz, zum wirklichen Sehen, zur Wahrheit und Wirklichkeit selber, glaubte sogar schon zu fühlen, wie das wäre. Er wollte endlich etwas aushalten, nicht mehr nur seine Weltferne mitten in Ereignissen. Der Sinn sollte zurückkehren, notfalls auch schreiende Sinnlosigkeit. Die Vorstellung von anderen, besseren Schmerzen war unklar, aber doch ein heftiges Verlangen. Und gleichzeitig verteidigte er die unerfaßbaren und widerstandslosen Leiden, mit denen er sich bisher herumgeschlagen hatte, denn das war doch auch wirklich, sowohl sein Kriegserlebnis als auch die große Unfähigkeit, die Lähmung der Gefühle zwischen Greta und ihm, in der jede gegenseitige Berührung ein sich gegenseitiges Verfehlen war.“ (Ebd. S. 259)
(Auszüge aus dem unveröffentlichten Essay ‚Freunde‘)

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