Ich-Bildung durch Ich-Entwicklung; Ich-Entwicklung durch Ich-Bildung

eine Rezension des Buches ‚Ich-Bildung‘ von Philip Kovce (Verlag des Ita-Wegman Instituts, 2017)

(erscheint im Mai 2018 in Die Drei)

 

Lieber Philip Kovce, es ist vielleicht nicht üblich  die Rezension  eines  Buches  so zu beginnen. Aber mir erscheint es angesichts des Namens und des  Themas  deines  Büchlein:‘ Ich-Bildung‘  –  nicht stimmig eine  objektivere Tonart zu wählen.  Die persönliche Ansprache  rührt nicht etwa aus einer persönlichen (seelischen) Beziehung, die wir hätten, sondern aus einer inhaltlich-thematischen Beziehung – der Beziehung zum Ich und seine Bildung bzw. seiner Entwicklung (vielleicht ist es so, dass dadurch eine  persönlichere, seelische Beziehung aufscheint).  Ich habe mich in einigen Seminaren intensiv mit dem Thema Ich-Entwicklung in der sozialen Arbeit beschäftigt, aber auch literarisch (z.B. ‚Psychologie des Ich‘) in einigen Beiträgen. Wenn einen dann die Anfrage nach der Besprechung eines Buches mit dem Titel Ich-Bildung erreicht, stößt das natürlich auf eine ganz andere Resonanz, als wenn man mit dem Thema noch nichts zu tun hatte. Ich-Bildung durch Ich-Entwicklung; Ich-Entwicklung durch Ich-Bildung so könnte man den Zusammenhang unserer Beschäftigung mit dem Ich etwas formelhaft bezeichnen. (es sei erwähnt, dass du auch ein weiteres kleines Büchlein zum Ich verfasst hast: ICH SETZE ICH SÄTZE;  2016 bei  Aquinarte erschienen).  Weiterlesen