Veranstaltungen/Termine

21. September 15.00 Vernissage Elfi Wiese

Erde aufgehoben – Bilder von Elfi Wiese

Buthmanns Hof, Im krummen Ort 2, 28870 Fischerhude

Ausstellung 22.9. bis 3.11.2019

21.9.2019  19.00 Finissage Ausstellung Hideo Chita

am 21.9. um 19 h laden wir herzlich ein zur finissage + musikalischem dialog zwischen Bild + Klang, zwischen
EDNA EVERSMEIER (violine) und CLIVE FORD (kontrabass/flöte)

Kunst [ ] Raum Bremen rückertstr. 21 28199 bremen-neustadt

22.9.2019 10.00 Ateliereinweihung Wolfgang Voigt

11.00-11.45 Chorkonzert „Vocalumen“

Atelier FindOrt, Albert-Einsteinstraße 2 K, 309745 Wennigsen

28.9.2019 Ausstellung und Buch-Vernissage Katalog „Jasminka Bogdanovic“

Datum/Zeit
28. 09. 2019 – 29. 09. 2019 / 16:00 – 10:00
Veranstaltungsort
Glashaus am Goetheanum
Einladung zur Buchvernissage
Samstag 28. September 2019 um 16 Uhr
Künstlergespräch mit der Künstlerin und
den Autoren Werner Barfod, Urs Näf,
Roland Wiese und Johannes Onneken
Die Ausstellung ist geöffnet
Samstag 28. September von 12 bis 18 Uhr
Sonntag 29. September von 10 bis 18 Uhr
Die Künstlerin ist anwesend
Ort
Glashaus Westkuppel
Hügelweg 59
4143 Dornach/Schweiz

 

 

Forschungswege mit der Farbe VII mit Hideo Chita (Tokyo)

Im Kunstraum von Ute Seifert, in der Rückertstraße in Bremen,  ist zur Zeit eine Ausstellung des Malers Hideo Chita aus Tokyo zu sehen. Die Ausstellung geht noch bis zum 21.9.2019 und endet mit einer Finissage am 21.9. um 19.00 Uhr mit improvisierter Musik.

 

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Die Ausstellung begann mit den Farben eines Regenbogens genau in der Häuserschlucht der Rückertstraße. Innen waren in dem weißen Raum einige Bilder zu sehen, die mir erst einmal nur sehr dicke Schichten von Ölfarbe zeigten. Ich mag solche Bilder mit dicker Ölfarbe nicht. Deshalb musste ich mich ein wenig überwinden, um die Bilder wirklich anzuschauen. IMG_20190907_190931

Nach einer Weile des Anschauens, aber auch einfach mit den Bildern im Raum sein, öffneten sie sich aber immer mehr. Ute Seifert und Hideo Chita wiesen auf den spezifischen Charakter der Farbgestaltung der Bilder hin: Gegensätze, farbliche Gegensätze, Komplementärfarben meist, die so Hideo ‚aufgehoben‘ werden sollen. Mit der Zeit bemerkt man was gemeint ist und auch zu sehen ist. Die Bilder sind vordergründig sehr fest und materiell, aber in der Struktur und in den Farbgegensätzen, die meist noch von einer dritten Farbe wie mit einem Schleier bedeckt sind, hebt sich tatsächlich das Feste auf und wird lebendig. Zum Beispiel wirkt es aus jeder Perspektive vollkommen anders. Weiterlesen

Farbe und Stein

Forschungswege mit der Farbe V

Farbe und Stein

Ein Besuch bei Raimer Jochims

Forschungswege IV fand im März in Horstedt statt. Dort hatten wir eine Ausstellung von Wolfgang Voigt im Atelier von Elfi Wiese. Ein intensive Betrachtung der Bilder, ein gemeinsames Vertiefen in das Sehen war der Höhepunkt der kurzen Ausstellung. Bei diesem gemeinsamen ‚Sehen‘ war auch Ute Seifert, Künstlerin aus Otterstedt und Bremen erstmalig bei uns. Und aus dieser gemeinsamen Aktivität entstand der nächste Schritt unserer Forschungsreise, der Impuls den Maler  und Kunsttheoretiker Raimer Jochims zu besuchen. Ute Seifert ist seit über dreißig Jahren mit ihm befreundet und hat ihn zu Vorträgen eingeladen, Texte von ihm veröffentlicht und mit ihm ausgestellt. Sie hat unseren gemeinsamen Besuch angeregt und vermittelt.  Raimer Jochims lebt in Maintal bei Frankfurt ist inzwischen 84 Jahre alt und hat dort, wo er lebt und arbeitet, eine Stiftung aufgebaut, in der er seine Sammlung ‚Weltkunst‘ zeigt. Viele kostbare Stücke aus allen Zeiten und Regionen sind dort miteinander im Gespräch vereint. In einem weiteren Gebäude hat er einen Ausstellungsraum für die eigenen Arbeiten (von dort ist das Foto). Wir haben an zwei Tagen mit Raimer Jochims seine Sammlung und seine eigenen Werke betrachtet, konnten aber auch mit dem Künstler Michael Kolod in seinem Atelier interessante Beobachtungen machen zu indirekten Licht- und Farbwirkungen, die seine Werke erzeugen. Michael Kolod lebt und arbeitet mit Raimer Jochims und anderen Menschen in der Elias-Gemeinschaft in Maintal und ist auch mitverantwortlich für die Elias-Stiftung. Der folgende Text ist keine Reportage oder Bericht über dieses Treffen, sondern mein ganz anfänglicher und individueller begrifflicher Zugang zu Raimer Jochims und seinem Werk. Mein Zugang ist dabei weniger kunsthistorisch oder künstlerisch, als mehr menschenkundlich, also vom menschlichen Leben her.

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Ausstellungsraum ‚Am Kirchberg‘ Stiftung-Eliashof. (Ute Seifert, Elfi Wiese und Raimer Jochims)

Farbe und Stein

Raimer Jochims bezeichnet sich als Farbmaler, sagt selbst immer wieder, dass das Sehen für ihn das Wichtigste ist und alles Malen gewissermaßen ein Sehen lernen ist. Raimer Jochims ist ein Maler, der das künstlerische Schaffen vollkommen als Forschen versteht, ein Forschen vom Staunen geleitet und motiviert, aber auch ein Forschen streng geleitet von einer übenden Haltung und einem konsequenten Folgen der eigenen Erkenntnisse. So hat er zum Beispiel in seinem forschenden und praktizierenden Umgang mit der Farbe bemerkt, dass das Leben und die Energie der Farbe für ihn nicht mehr in rechteckige oder quadratische Bildformen passt und diese dann auch aufgegeben und freiere, den Farben des jeweiligen Bildes entsprechende Formen gesucht und gefunden.
Warum habe ich diesen Beitrag über einen Maler ‚Farbe und Stein‘ genannt? Im Nachklang blieben mir drei wesentliche Erfahrungen von diesem Besuch. Erfahrungen, die natürlich damit zu tun haben, dass ich mich seit einiger Zeit intensiv mit Fragen der Sinneswahrnehmung, insbesondere dem Tastsinn  beschäftigt habe..

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Buch-Vernissage Katalog „Jasminka Bogdanovic“

Jasminka Bogdanović – Farbe und Porträt

Einladung zur Buchvernissage

Samstag 28. September 2019 um 16 Uhr
Künstlergespräch mit der Künstlerin und
den Autoren Werner Barfod, Urs Näf,
Roland Wiese und Johannes Onneken
Die Ausstellung ist geöffnet
Samstag 28. September von 12 bis 18 Uhr
Sonntag 29. September von 10 bis 18 Uhr
Die Künstlerin ist anwesend
Ort
Glashaus Westkuppel
Hügelweg 59
4143 Dornach/Schweiz

Die Kunstmalerin Jasminka Bogdanović ist durch ihre abstrakten Farbkompositionen und ihre sensiblen Portraits weit über ihren Wohn- und Schaffensort Basel hinaus bekannt geworden.
Dieser Katalog beschränkt sich auf Jasminka Bogdanovićs malerisches Schaffen von 2004 bis 2019. Bezeichnend für diese Zeit sind drei große Themen: Farbe in den abstrakten Arbeiten und den Meditationen, der Blick des Menschen in den Porträts und als Drittes das tragische und rätselhafte Schicksal des Kaspar Hauser. Die grafischen und zeichnerischen Werke bleiben einem zukünftigen Katalog vorbehalten. In einem ausführlichen Interview hat man Gelegenheit, tief in die Gedankenwelt und künstlerischen Beweggründe der Künstlerin einzutauchen. Darauf folgen mehrere Essays von Prof. Dr. Dr. Wolf-Ulrich Klünker, Prof. Dr. Salvatore Lavecchia, Urs Näf, Beate Krützkamp, Werner Barfod und Roland Wiese zum Gesamtwerk wie auch zu einzelnen Bilderzyklen, die einen erweiterten Blick auf Jasminka Bogdanovićs Schaffen werfen, indem sie Beobachtungen, Gedanken, Empfindungen, Erfahrungen und Einsichten schildern, zu denen ihr Werk Anlass geben kann.

Katalog Jasminka

Jasminka Bogdanović – Farbe und Porträt
Gebunden
175 Seiten
140 farbige Abbildungen
Preis: 29 € / 35 CHF
Erscheinungsdatum: 28. Sept. 2019

Beispielseiten-Katalog-Bogdanovic

Selbstheilungskräfte des Ich

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„Selbstheilungskräfte des Ich“ – Der Titel dieses Beitrages war auch der Titel der Veranstaltung am Wochenende in der DELOS-Forschungsstelle in Eichwalde. Man kann das Seminar nennen, aber Wolf-Ulrich Klünker betonte schon in der Einleitung, dass es nicht so einfach ist eine Veranstaltung zu diesem Thema zu haben. Denn man könnte natürlich Veranstaltungen über die Selbstheilungskräfte noch und nöcher machen, ohne dadurch den Selbstheilungskräften auch nur einen Schritt näher zu kommen. Wie können aber die Selbstheilungskräfte im einzelnen Menschen selbst angesprochen werden, ohne das Ich der anwesenden Menschen zu umgehen? Interessant ist für mich die Wahrnehmung des Nachklangs der Veranstaltung – die inhaltliche Seite war sicherlich nicht unwichtig, aber viel wesentlicher erscheint mir, dass ich mich danach in einem anderen Zustand befinde als vorher. Man könnte es vielleicht so formulieren – ich empfinde sehr genau, ohne zu wissen, woher ich das wissen kann, das mein Zustand nach der Veranstaltung idealiter der ist, der mir möglich ist, in dem ich mich aber sonst nicht befinde. Ich erlebe mich ansatzweise in einer gewissen Identität von leiblicher und geistig-seelischer Möglichkeit. Ich schließe daraus verschiedene Dinge: Ich habe mich am Wochenende in der geistigen Bewegung und Bemühung mit den anderen und mit Wolf-Ulrich Klünker in einer Wirklichkeitsschicht aufgehalten, in der die Selbstheilungskräfte des Ich anwesend sind. Das, was und wie wir am Wochenende gesprochen und gefühlt haben sind die Selbstheilungskräfte. Man muss jetzt nicht meinen, dass das seelisch in irgendeiner Weise eine besondere Intensität hatte, weder während noch nach dem Seminar. Das Gefühl der Identität mit sich selbst (bis in den leiblichen Bereich hinein) ist nicht besonders aufdringlich, sondern eher leise. Es ist auch nicht zu beweisen, dass es irgendeinen Zusammenhang mit der Veranstaltung hat. Es ist mir aber innerlich vollständig klar, dass es so ist. Resümee: Die Selbstheilungskräfte (man kann sich mal fragen, wie man sich diese eigentlich vorstellt!) sind möglicherweise ganz anders. Sie sind vielleicht eine gewisse geistige Aktivität – Steiner hat es im Lebensgang (seiner Autobiographie) einmal so formuliert, dass man mit dem ganzen Menschen in das Denken, also in das geistige tätig sein, hineingeht. Selbstheilungskräfte, ein heute viel gebrauchter Begriff, zu Steiners Zeiten hätte man vielleicht noch vom ‚Lebensgeist‘ gesprochen. Ein Geistig-Seelisches, das in der Lage ist Leben aufzubauen. Natürlich ist eine solche Veranstaltung keine Dauermedikation, aber man kann für sich eine Art Modellerfahrung machen, welches Leben in welcher geistigen Aktivität eigentlich notwendig ist, um die Einheit zwischen Leben und Bewusstsein wiederherzustellen. Also welche Art von Bewusstsein lebenswirksam ist und, gleichermaßen, welche Art von Bewusstsein lebensschädigend wirkt. Beide Wirkungen beschränken sich dabei nicht auf den eigenen Organismus, sondern strahlen in die Lebenswirklichkeit insgesamt aus.

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Kurz, aber intensiv…

Ich habe heute, zusammen mit Albrecht Kaiser, Student*innen an der Alanus Hochschule zum Thema ‚Einführung in die Anthroposophie‘ unterrichtet. Wolf-Ulrich Klünker hatte Albrecht Kaiser und mich kurzfristig gefragt, ob wir am Sonntag für ihn einspringen würden. Und so haben Albrecht und ich heute gemeinsam mit den Studenten an der Sinneslehre, vor allem am Tastsinn gearbeitet. Wolf-Ulrich und Ramona Rehn hatten Freitag und Samstag schon einige Themen vorgearbeitet. Die Student*innen waren, genau wie wir, sehr zufrieden mit dem Einstieg und auch mit den Vertretungsdozenten. Lieber Albrecht, danke für die kongeniale Zusammenarbeit! Da ist Zukunft drin, sowohl im Thema, wie in der Konstellation.

Roland Wiese 16.6.2019

P.S. Wir haben heute ja die heilpädagogische Arbeit Steiners mit Otto Specht näher angeschaut. Am 16.6.1884 schrieb Pauline Specht an Rudolf Steiner wegen der Hauslehrerstelle. Am 18.6.1924 besucht Steiner  die Heilpädagogische Initiative in Jena und am 25.6. 1924 begann der Heilpädagogische Kurs. (Albrecht hat mir erzählt, dass er mit dem Erbprinzen von Schloss Hamborn einen der Teilnehmer des HPK gekannt hat). Auf der Seite Psychologie findet man einen Aufsatz von mir zur Psychologie des Heilpädagogischen Kurses: Die Psychologie des Heilpädagogischen Kurses