Der Tastsinn im Ich, und das Ich im Tastsinn

Der Tastsinn im Ich, und das Ich im Tastsinn

 

Im Folgenden soll das Thema der letzten Delos-Seminare aufgegriffen und aus eigener Perspektive angeschaut werden. Dies soll ein Ersatz für eine Art Seminarbericht sein, weil das Seminar eine Art ‚Erzählen‘ aus der aktuellen Forschung Wolf-Ulrich Klünkers war, das sich im Gespräch mit den Anwesenden weiter ausgestaltete. Diese aktuelle Forschung baut aber auf langjährigen menschenkundlichen Voraussetzungen auf, die in den Delos-Seminaren entwickelt und in vielen Büchern publiziert wurden, und die in einem kurzen Bericht nicht dargestellt werden können. In der Folge würden die Inhalte (ohne die aktuelle Form des Gespräches mit langjährigen Seminarteilnehmern) ihren lebendigen Zusammenhang verlieren. Stattdessen wird hier ein ganz freier eigener Zugang zum Thema versucht. Darin können dann einige der Ergebnisse der Seminare aufscheinen.

Gemeinhin versteht man unter ‚Tastsinn‘ meist das Tasten mit den Händen oder mit der Haut. Man kann das Tasten aber auch als eine Art Urtätigkeit des Menschen verstehen und es in jeder Sinnestätigkeit und Denktätigkeit bemerken. Wenn man das Tasten in allen Wahrnehmungsakten und Denkakten als die Tätigkeit erlebt, hinter die man nicht mehr zurückkommt, dann geht das weiter als das was man normalerweise unter Tasten im engeren Sinne versteht. Dann ist die Nähe zwischen Ich und Tastsinn spürbar. Weiterlesen