m e s o – menschliche Entwicklung und soziale Gestaltung GbR

Institut für Soziale Arbeit in Praxis, Weiterbildung und Forschung

Seit 1996 arbeiten wir, Martina Rasch, Roland Wiese, Andreas Rasch und Elfi Wiese in der Begleitung und Beratung von Menschen und Organisationen. 2003 haben wir uns, als das Feld der Forschung und der Projektentwicklung dazu kam, zur meso GbR zusammengeschlossen. Aus unserer Sicht steht jetzt ein nächster Schritt an, der diesen Zusammenhang von Praxis und Forschung im Sozialen mit gegenwärtiger Entwicklung in Ausbildung und Forschung stärker verbindet. Deshalb wollen wir in Zukunft verstärkt Ausbildungsinhalte und auch berufsbezogene Weiterbildungsangebote erarbeiten und unter Hinzuziehung externer Kooperationspartner für Menschen in sozialen Berufen nutzbar machen. Dazu gehören Veranstaltungen, Seminare, aber auch Veröffentlichungen. Aus diesem Grunde wollen wir die meso GbR zu einem Institut weiterentwickeln, das auf Basis eigener Forschung und Praxiserfahrungen einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit leisten will. Ein erstes Fort-und Weiterbildungsangebot soll sich vor allem mit Fragen der Ich-Entwicklung bezogen auf das Arbeitsfeld im Sozialen beschäftigen.

Am 7. Oktober sind wir mit diesen Intentionen mit interessierten Leitungskräften und MitarbeiterInnen kooperierender Einrichtungen der Sozialtherapie und Sozialarbeit in einen ersten Austausch gegangen. In Impulsbeiträgen von Martina Rasch zur aktuellen Situation von Menschen in sozialen Berufen und zu der Frage nach Ich- Wirksamkeiten in der Sozialen Arbeit und Roland Wiese zur Ich-Entwicklung wurde deutlich, dass das Thema der Ich-Entwicklung aller Beteiligten sowohl als zentrale Grundlage als auch Ziel von Sozialer Arbeit angesehen werden muss. Diese neue Ich- Perspektive wirft interessante Forschungsfragen auf, die in Seminaren und Veröffentlichungen bearbeitet werden sollen, um sie der aktuellen Sozialen Praxis wie Forschung zugänglich zu machen. Es wird dabei auf Vorarbeiten zu den geistesgeschichtlichen Hintergründen der Entwicklung des Ich ebenso zurückgegriffen, wie auf aktuelle Veröffentlichungen zur Psychologie des Ich. Auch einzelne Methoden der Biografiearbeit können zur Vorbereitung für diese Entwicklungszusammenhänge genutzt werden.  Im Gespräch wurde deutlich, dass diese Fragen als essentiell für eine gelingende Arbeit im Sozialen angesehen werden.

Martina Rasch (Sozialarbeiterin und Entwicklungsbegleiterin), Roland Wiese (Sozialtherapeut und Supervisor), Andreas Rasch (Pflegewissenschaftler, Berufsschullehrer und Pflegetherapeut), Elfi Wiese (Sozialpädagogin, Kunsttherapeutin und Malerin)

Horstedt, 12. Oktober 2017

Vollkommenheit, Schönheit, Unschuld – Agnes Martin Retrospektive

P5996-0075Foto: Ellen Page Wilson, courtesy Pace Gallery © Kunstsammlung NRW

07.11.2015 – 06.03.2016
Kunstsammlung Nordrhein-Westfahlen
K20 GRABBEPLATZ

Kann man Begriffe sehen? Kann man Begriffe malen? Begriffe wie Vollkommenheit, Schönheit, Unschuld? Können gemalte Bilder eine Erfahrung von der Wirklichkeit dieser Begriffe ermöglichen? Ist eine solche eventuell mögliche Erfahrung dann eine Veranlagung für eine eigene innere Verbindung zu dieser Wirklichkeit? Und kann diese Wirklichkeit dann in der Wahrnehmung der äußeren Umgebung aufscheinen?

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music is greene

 

Musik ist grün – Ted Greene zum 10. Todestag

Ich bin seit einiger Zeit Mitglied in der Ted Greene Appreciation Group, einer Facebook Gruppe, die sich, wie es der Name sagt, mit der Wertschätzung, dem Verständnis, und der Würdigung von Ted Greene befasst. Ted Greene war ein amerikanischer Gitarrist und Gitarrenlehrer. Er starb vor zehn Jahren am 26. Juli 2005 im Alter von 58 Jahren. Ted Greene ist hier in Europa und wahrscheinlich auch in Amerika dem breiten Publikum nicht bekannt. Er hat in den siebziger Jahren ein einziges Solo-Album veröffentlicht und er hat einige wichtige Lehrbücher für (Jazz)Gitarre veröffentlicht. Der englische Begriff appreciation ist nur schwer in einem deutschen Wort zu fassen. Er umgreift ein ganzes Feld von positiven Haltungen und Empfindungen: Verständnis, Wertschätzung, Dankbarkeit, Wahrnehmung, Wertsteigerung, Aufwertung, Bewusstsein, Anerkennung und auch Wohlgefallen. Mir gefällt dieses Wort appreciation für das, was ich gerne (außerhalb einer Gruppe) für Ted Greene tun möchte. Ein solches Verständnis oder eine solche Wertschätzung ist aber nicht einfach herzustellen, denn es ist wie bei vielen Menschen, die sich in ihrem speziellen Fachgebiet auszeichnen, dass ihr Schaffen von Menschen jenseits dieses Gebiets nur schwer nachzuvollziehen ist. Umgekehrt sind die Menschen, die aus der eigenen Fachlichkeit heraus einen anderen wertschätzen, oft in ihrem Verständnis eingeschränkt. Denn sie beurteilen ihn oft aufgrund seiner Leistungen in diesem Gebiet, bemerken aber vielleicht gar nicht, wie diese Leistung vielleicht noch ganz andere Perspektiven braucht um in einem größeren Zusammenhang wahrgenommen zu werden. Der folgende Versuch soll eine Wertschätzung der Leistung Ted Greenes für die Musik und die damit verbundene menschliche Empfindungsentwicklung ermöglichen. Weiterlesen